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Struktur der Haut und des Haarfollikels

Die Epidermis ist die äußerste Hautschicht und liegt über der Dermis und Hypodermis. Sie besteht überwiegend aus Keratinozyten (etwa 90% der Zellen), welche in den basalen und suprabasalen Schichten die höchsten Konzentrationen von EGFR exprimieren.1 Der EGFR ist an der Regulation der Differenzierung, Migration und Lebensdauer der Keratinozyten beteiligt1 und wird auf normalen epidermalen und follikulären Keratinozyten, Talgdrüsenepithel, ekkrinem Epithel, dendritischen antigenpräsentierenden Zellen sowie verschiedenen Bindegewebszellen exprimiert.1 Infolgedessen erfüllt der EGFR wichtige Funktionen für die normale Entwicklung und Physiologie der Epidermis sowie der äusseren Schichten des Haarfollikels.1

Struktur der Haut und des Haarfollikels. Adaptiert nach: Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.

Struktur der Haut und des Haarfollikels. Adaptiert nach: Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.

Wirkungen von EGFRI in der Haut

Man nimmt an, dass die Hemmung der EGFR-vermittelten Signaltransduktion die Funktion der basalen Keratinozyten beeinträchtigt und so zur Entwicklung der, mit allen EGFRI Behandlungen verbundenen, kutanen Nebenwirkungen führt. Kurz gesagt induziert diese Inhibition Wachstumsstillstand und Apoptose, verminderte Zellmigration, verstärkte Zellanheftung und -differenzierung sowie letztendlich Entzündungsprozesse, wobei alle diese Prozesse zu den charakteristischen kutanen Erscheinungsformen führen.1,2 Es finden sich dem klinischen Erscheinungsbild entsprechende histologische Befunde wie vorzeitige Differenzierung der basalen Keratinozyten, Leukozyteninfiltration, Apoptose und Gewebeschädigung sowie eine Verminderung der epidermalen Schichtstärke.1

Wirkungen von EGFRI in der Haut. Adaptiert nach: Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.

Wirkungen von EGFRI in der Haut. Adaptiert nach: Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.

Wirkmechanismus der EGFRI

Die Mechanismen zur Entstehung der EGFRI-induzierten Hautreaktionen sind noch nicht vollständig geklärt.1,3,4 Derzeit wird davon ausgegangen, daß die Hemmung der EGFR-vermittelten Signaltransduktion in den basalen Keratinozyten unmittelbar Wachstums- und Migrationsstörungen sowie entzündliche Veränderungen hervorruft, die innerhalb weniger Tage bis Wochen nach Behandlungsbeginn zu sensorischen Störungen und papulopustulösem Ausschlag führen. Reifung und Differenzierung der Keratinozyten werden ebenfalls beeinträchtigt; diese Veränderungen manifestieren sich im späteren klinischen Verlauf, wenn Xerosis sowie Störungen des Nagel- und Haarwachstums in den Vordergrund treten.

Literatur

1Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.
2Kari C et al. Cancer Res 2003; 63: 1-5.
3Peréz-Soler R et al. Oncologist 2005; 10: 345-356.
4Peréz-Soler R & Saltz L. J Clin Oncol 2005; 23: 5235-5246.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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