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Definition: Akneiformer Hautausschlag („Ausschlag”, Synonyme: akneiformes Exanthem, akneähnlicher Ausschlag, papulopustulöses Exanthem oder Follikulitis) ist gekennzeichnet durch papulopustulöse, follikuläre Effloreszenzen, die auf die seborrhoischen Areale (vor allem Gesicht, Kopfhaut, obere Brust und Rücken) beschränkt sind.1,2

Die Effloreszenzen sind mehr oder weniger auf die (Talgdrüsen-reichen) seborrhoischen Areale beschränkt: Gesicht (insbesondere Nase, Wangen, Stirn und Kinn), Kopfhaut, Hals und Hinterohrbereich, Schultern und oberer Rumpf (wo der Ausschlag typischerweise eine V-förmige Verteilung aufweist, welche die Dichte der Talgdrüsen in diesem Hautbereich widerspiegelt). Manchmal können unterer Rücken, Bauch, Gesäß und sogar Arme und Beine betroffen sein; Handflächen und Fußsohlen (die keine Haarfollikel besitzen) bleiben jedoch verschont.1,2,3,4,5,6,7,8

Inzidenz: Hautausschlag ist ein Klasseneffekt der EGFRI und tritt bei den meisten Patienten auf.9,10,11,12,13

Einsetzen: Wenige Tage bis einige Wochen nach Behandlungsbeginn mit einem Höhepunkt nach etwa 3 Wochen.1,3

Abklingen: Der Ausschlag ist reversibel und geht in der Regel unter fortlaufender EGFRI-Therapie allmählich zurück und klingt nach Behandlungsende vollständig ab.1,3

ICD-10-Schlüssel

  • L27.0 Generalisierte Hauteruption durch Arzneimittel
  • L27.1 Lokalisierte Hauteruption durch Arzneimittel
  • Y43.8 Sonstige Arzneimittel und primär systemisch wirkende biologische Substanzen (Biologika), die bei therapeutischer Anwendung unerwünschte Wirkungen verursachen, andernorts nicht klassifiziert

Leichter Hautausschlag

Aus klinischer Sicht und im Hinblick auf die Behandlungszuweisung wäre es hilfreich, leichten Ausschlag als das Auftreten von Läsionen zu beschreiben, die keine oder nur leichte Beschwerden verursachen und einen begrenzten Anteil der Körperoberfläche (KOF) betreffen (bezieht sich auf die tatsächlich von Läsionen eingenommene Fläche, nicht auf die Gesamtfläche der vom Ausschlag betroffenen Hautareale).

Die entsprechende Definition in den NCI-CTCAE v4.03 für „Akneiformes Exanthem Grad 1“ lautet: Papeln und/oder Pusteln, die weniger als 10% der KOF betreffen und mit Symptomen wie Pruritus oder Empfindlichkeit einhergehen können oder nicht.

Typische klinische Erscheinungsbilder von leichtem Hautausschlag sind Ende der Seite zu sehen.

Mittelschwerer Ausschlag

Mittelschwerer Ausschlag zeichnet sich entweder durch ausgeprägte papulopustulöse Läsionen und/oder Läsionen aus, die einen grösseren Anteil der KOF betreffen und/oder mit mittelschweren Symptomen (Juckreiz, Empfindlichkeit, Schmerzen) einhergehen.

Die entsprechende Definition in den NCI-CTCAE v4.03 für „Akneiformes Exanthem Grad 2“ lautet: Papeln und/oder Pusteln, die 10-30% der KOF betreffen und mit Symptomen wie Pruritus oder Empfindlichkeit einhergehen können oder nicht; verbunden sind mit psychosozialer Belastung; Einschränkung der instrumentellen Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL: Mahlzeiten zubereiten, Lebensmittel oder Kleidung einkaufen, telefonieren, mit Geld umgehen usw.).

Typische klinische Erscheinungsbilder von mittelschwerem Hautausschlag sind Ende der Seite zu sehen.

Schwerer Ausschlag

Schwerer Ausschlag zeichnet sich entweder durch schwere akneiforme Läsionen (konfluierende Pusteln, ausgeprägtes Ödem, Nekrose, Ulzeration) und/oder Läsionen aus, die sehr ausgedehnt sind und/oder mit schweren Symptomen (Juckreiz, Empfindlichkeit, Schmerzen) einhergehen.

Die weitgehend entsprechende Definition in den NCI-CTCAE v4.03 für „Akneiformes Exanthem Grad 3“ lautet: Papeln und/oder Pusteln, die mehr als 30% der KOF betreffen und mit Symptomen wie Pruritus oder Empfindlichkeit einhergehen können oder nicht; Einschränkung der Selbstfürsorge ADL (Leistungen der körperlichen Selbstversorgung wie Baden, An- und Ausziehen, selbständiges Essen, Toilettengang, Medikamenteneinnahme, Bewegen aus dem Bett heraus.); einhergehend mit lokaler Superinfektion, zu deren Behandlung eine orale Antibiose angezeigt ist.

Die weitgehend entsprechende Definition in den NCI-CTCAE v4.03 für das äußerst seltene „Akneiforme Exanthem Grad 4“ lautet: Papeln und/oder Pusteln, die einen beliebigen Prozentanteil der KOF betreffen und mit Symptomen wie Pruritus oder Empfindlichkeit einhergehen können oder nicht; einhergehend mit ausgedehnter Superinfektion, zu deren Behandlung eine intravenöse (i.v.) Antibiose angezeigt ist; lebensbedrohliche Folgen.

Typische klinische Erscheinungsbilder von schwerem Hautausschlag sind Ende der Seite zu sehen.

Literatur

1Segaert S & Van Cutsem E. Ann Oncol 2005; 16: 1425-1433.
2Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.
3Roé E et al. J Am Acad Dermatol 2006; 55: 429-437.
4Van Doorn R et al. Br J Dermatol 2002; 147: 598-601.
5Busam KJ et al. Br J Dermatol 2001; 144: 1169-1176.
6Pascual JC et al. Br J Dermatol 2005; 153: 1222-1223.
7Walon L et al. Ann Dermatol Venereol 2003; 130: 443-446.
8Jacot W et al. Br J Dermatol 2004; 151: 238-241.
9European Medicine Agency. Tarceva® (erlotinib) Summary of Product Characteristics 2009.
10European Medicine Agency. Iressa® (gefitinib) Summary of Product Characteristics 2009.
11European Medicine Agency. Erbitux® (cetuximab) Summary of Product Characteristics 2009.
12European Medicine Agency. Vectibix® (panitumumab) Summary of Product Characteristics 2009.
13European Medicine Agency. Tyverb® (lapatinib) Summary of Product Characteristics 2010.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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