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In der medizinischen Literatur wird der Wissensstand der Patienten als wesentliche Komponente des Managements von EGFRI-induzierten Hautreaktionen hervorgehoben. Dem medizinischen Fachpersonal kommt somit die Schlüsselaufgabe zu, die Patienten vorzubereiten und ihre Erwartungen zu lenken. Die prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz der Haut sollten vor Beginn der EGFRI-Therapie besprochen werden.

Im Hinblick auf die Hautpflege1 sollten die Patienten angewiesen werden,

  • die Haut besonders nach dem Waschen, Baden oder Duschen (wenn möglich einmal täglich) mit Feuchtigkeit zu versorgen (z.B. mit reichlich aufgetragenen Wasser-in-Öl-Emulsionen).2,3,4,5,6  In der akuten Phase des akneiformen Hautausschlags im Gesicht und am oberen Rumpf ist allerdings Vorsicht geboten bei der Anwendung fettender Salben, da diese die Poren verschließen und den Ausschlag verschlimmern können.6
  • zur Reinigung trockener Haut lauwarmes Wasser (32-35 °C) zu verwenden.6
  • zur Hautreinigung milde Seifen oder Bade-/Duschöle zu verwenden.6
  • bei Aufenthalt in der Sonne Sonnenschutzmittel mit LSF 20 oder höher zu verwenden und in den empfohlenen Abständen wiederholt aufzutragen.3,4,6,7

Im Hinblick auf die Nagelpflege sollten die Patienten angewiesen werden,

  • die Nägel sauber zu halten und Feuchtigkeitscremes oder -lotionen auf Hände und Füße aufzutragen.
  • vor Beginn der EGFRI-Therapie podologischen Rat einzuholen (insbesondere bei eingewachsenen Nägeln oder beim Vorliegen anderer für Paronychie prädisponierender Faktoren).

Im Hinblick auf Kleidung sollten die Patienten angewiesen werden,

  • schützende Kleidung zu tragen, insbesondere eine Kopfbedeckung.2
  • beim Geschirrspülen oder Putzen baumwollgefütterte Gummihandschuhe zu tragen.1
  • enges Schuhwerk zu meiden.
  • Pantoffeln oder Hausschuhe zu tragen.

Im Hinblick auf die Therapietreue sollten die Patienten

  • auf die positive Korrelation zwischen Hautreaktionen und Tumoransprechen hingewiesen werden.4,8
  • eine positive Einstellung bewahren, da akneiformer Hautausschlag keine allergische Reaktion darstellt, im Verlauf der Behandlung zur Besserung tendiert und nach Behandlungsende im Allgemeinen abklingt.2,3,6
  • bei Auftreten von Hautveränderungen oder anderen unangenehmen Ereignissen oder bei Reaktionen auf ein bestimmtes Produkt ihren Arzt konsultieren.
  • ihre Beschwerden und den Umgang damit in einem Behandlungstagebuch dokumentieren.
  • Therapieaufschübe mit ihrem Arzt besprechen.

Im Hinblick auf ärztliche Beratung, sollten die Patienten angewiesen werden, sich an ihren Arzt zu wenden,

  • wenn sie bezüglich auftretender Hautveränderungen unsicher sind oder Fragen zur Hautpflege haben.
  • wenn sie unter Behandlung mit EGFRI die ersten Anzeichen von Hautausschlag bemerken und keine prophylaktische Behandlung eingeleitet wurde.
  • wenn sich ein EGFRI-induzierter Ausschlag trotz reaktiver Behandlung verschlimmert (z.B. bei Auftreten von Entzündungszeichen).
  • wenn neue, schwerwiegende Anzeichen eines EGFRI-induzierten Ausschlags auftreten.

Literatur

1Loprinzi CL et al. Managing treatment-related rash and dry skin. CancerCare® Connect Education Workshop podcast 2009.
2Sipples R. Semin Oncol Nurs 2006; 22: 28-34.
3Peréz-Soler R et al. Oncologist 2005; 10: 345-356.
4Segaert S & Van Cutsem E. Ann Oncol 2005; 16: 1425-1433.
5Rhee J et al. Clin Colorectal Cancer 2005; 5(Suppl 2): S101-S106.
6Segaert S. Targeted Oncol 2008; 3: 245-251.
7Pizzo B. Clin J Oncol Nurs 2004; 8: 385-392.
8Segaert S et al. Eur J Cancer 2009; 45(Suppl 1): 295-308.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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