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Hautreaktionen sind ein Wirkstoff-Klasseneffekt – typischerweise sind leichte bis mittelschwere Hautveränderungen bei fast allen Patienten unter EGFRI-Therapie zu erwarten.1,2,3,4 Die Behandlung dieser Nebenwirkungen darf nicht vernachlässigt werden, denn sie können zu unnötigen Verzögerungen oder Unterbrechungen der EGFRI-Therapie führen.

Hautreaktionen sind Nebenwirkungen, die auf dem Wirkmechanismus und der Zielstruktur basieren, dosisabhängig sind und durch die EGFR-Hemmung in der Haut verursacht werden. Es handelt sich nicht um eine Allergie.Daher sollte unter Fortführung der EGFRI-Therapie eine unterstützende dermatologische Behandlung erfolgen.6

Die Grundsätze der Hautbehandlung sind geeignet, den Nutzen der EGFRI-Therapie zu maximieren.5 Daher sollte die Behandlung EGFRI-induzierter Hautreaktionen

  • die antineoplastischen Wirkungen nicht beeinträchtigen
  • minimale Nebenwirkungen haben
  • einfach anzuwenden sein
  • bei Patienten unter Kombinationstherapie Bestrahlungsfelder mit einschließen
  • vor allem auf die Art der Läsionen zugeschnitten sein

Der Ausschlag ist akneiform, aber nicht identisch mit Akne – Komedonen fehlen und die Haut ist wesentlich empfindlicher. Antikomedogene Mittel wie topische Retinoide oder α-Hydroxysäuren sind daher zu meiden.6 Auch die Anwendung nicht verschreibungspflichtiger Aknepräparate ist nicht zu empfehlen, da sie Trockenheit und Schälen der Haut verstärken.6,7,8,9,10

In schweren oder ungewöhnlichen Fällen ist eine rechtzeitiger Besuch beim Dermatologen zu empfehlen.6

Frühzeitige Intervention ist wichtig.11,12

  • Behandlung sollte beim ersten Anzeichen von Hautausschlag eingeleitet werden.
  • Gezielt auf Schmerzen, Hautrisse oder nässenden Ausschlag hin untersuchen.
  • Lotionen und Cremes sind im Normalfall Gelformulierungen vorzuziehen, insbesondere bei großflächigen Läsionen.10,11,12,13
  • Topische Wirkstoffe sind vorsichtig einzusetzen, da die Patienten auf reizerzeugende Stoffe oder Allergene möglicherweise ungewöhnlich empfindlich reagieren.5
  • Die Patienten sollten bei der Bewältigung der mit dem Ausschlag verbundenen seelischen und körperlichen Belastung unterstützt werden.

Engmaschige Überwachung ist wichtig.

  • Mit der Möglichkeit von Sekundärinfektionen ist zu rechnen und ggf. unverzüglich zu behandeln.10,11,12,13
  • Es sollte sichergestellt werden, dass der Patient im Fall einer Verschlimmerung der Hautsymptome Kontakt aufnehmen kann und die unterstützende Behandlung der Haut entsprechend modifiziert werden kann.
  • Mit der Möglichkeit von Nebenwirkungen, die infolge von Alkoholkonsum in Kombination mit Antibiotika (z.B. Kolpitis, Gastritis, Diarrhoe, verstärktes Erythem) auftreten können, sowie mit Nebenwirkungen entzündungshemmender, antibiotischer oder analgetischer Arzneimittel ist zu rechnen und entsprechende Vorbeuge-/Behandlungsmaßnahmen sind zu ergreifen.

Eine schmerzlindernde Intervention sollte bei Bedarf  in Betracht gezogen werden7 und gemäß WHO- oder ähnlichen Empfehlungen gesteigert werden.14

Literatur

1European Medicine Agency. Tarceva® (erlotinib) Summary of Product Characteristics 2009.
2European Medicine Agency. Erbitux® (cetuximab) Summary of Product Characteristics 2009.
3European Medicine Agency. Vectibix® (panitumumab) Summary of Product Characteristics 2009.
4European Medicine Agency. Tyverb® (lapatinib) Summary of Product Characteristics 2010.
5Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.
6Segaert S. Targeted Oncol 2008; 3: 245-251.
7Peréz-Soler R et al. Oncologist 2005; 10: 345-356.
8Segaert S & Van Cutsem E. Ann Oncol 2005; 16: 1425-1433.
9Pizzo B. Clin J Oncol Nurs 2004; 8: 385-392.
10Dick SE & Crawford GH. Commun Oncol 2005; 2: 492-496.
11Sipples R. Semin Oncol Nurs 2006; 22: 28-34.
12Rhee J et al. Clin Colorectal Cancer 2005; 5(Suppl 2): S101-S106.
13Garey JS et al. J Clin Oncol ASCO Annual Meeting Proceedings 2005; 23; 823.
14World Health Organization. WHO's pain relief ladder 2009.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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