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Grad 1 - Leichter

Allgemeine Empfehlung

Frühzeitige Intervention ist wichtig; Behandlung von Papeln oder Pusteln mit einem topischen Antibiotikum kann den Schweregrad der Läsionen mindern.

Behandlung

Topische Antibiotika wie Metronidazol-Creme, Clindamycin oder Erythromycin zweimal täglich oder nach Bedarf.1,2 Metronidazol (als 2%ige Formulierung in Cetomacrogol-Creme oder als 0,75%ige Creme), das normalerweise zur Behandlung der besonders empfindlichen Haut von Rosazea-Patienten eingesetzt wird, ist aufgrund seines geringen Irritationspotenzials vorzuziehen.2 Topische Aknemittel, die Erythromycin, Clindamycin oder Benzoylperoxid enthalten, sind wirksam, aber auch wesentlich aggressiver, da sie für eine Anwendung auf junger, belastbarer Haut entwickelt wurden.2

Die Anwendung topischer Steroide wird kontrovers diskutiert. Steroide werden von einigen Autoren empfohlen3, während andere von einer Anwendung im Gesicht und am Rumpf abraten, da die möglichen Risiken (Auslösung einer Steroid-Rosazea oder -akne, Atrophie, Teleangiektasien, chronischer Missbrauch mit Tachyphylaxie und Steroidabhängigkeit) die Vorteile überwiegen würden.2

Produkte

  • Metronidazol 2,0% in Cetomacrogol-Creme oder 0,75%ige topische Creme
  • Clindamycin 1%
  • Erythromycin 4%

EGFRI-Therapie

Die Entscheidung über die Fortsetzung oder Unterbrechung der EGFRI-Therapie sollte sich an den Empfehlungen in der aktuellen Fachinformation für den jeweiligen Wirkstoff sowie am Zustand des Patienten orientieren.4,5,6,7,8

Grad 2 - Mittelschwerer

Allgemeine Empfehlung

Bei mittelschwerem akneiformem Ausschlag sollten orale Antibiotika, im Besonderen Tetracycline, zur Anwendung kommen.1 Für die Entscheidung zur Gabe oraler Tetracycline sind klinische Gesichtspunkte ausschlaggebend (ungenügendes Ansprechen auf topisches Metronidazol, großflächige Ausdehnung des Ausschlags).9

Behandlung

Auf die Frage nach dem bevorzugt einzusetzenden Tetracyclin-Vertreter gibt es keine einheitliche Antwort. Minocyclin 100 mg qd dürfte aufgrund seiner guten Penetration in die pilosebazöse Einheit (Talgdrüsenfollikeleinheit) am wirksamsten sein, wird von manchen Behandlern jedoch wegen des seltenen Auftretens von arzneimittelinduziertem Lupus, Hepatitis oder Hyperpigmentierung gemieden.9 Alternativen sind Doxycyclin 100 mg qd (kann Photosensibilität verursachen) oder Lymecyclin 300 mg qd. Wie Metronidazol werden Tetracycline nicht in erster Linie wegen ihrer antibiotischen Wirkung, sondern eher aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften verordnet; wobei sich die Behandlungsdauer gewöhnlich über mehrere Monate erstreckt.9

Bei Auftreten einer Superinfektion mit Staphylococcus aureus kann über 5 Tage zusätzlich ein penicillinaseresistentes Penicillin (z.B. Flucloxacillin 500 mg tid) oder Cephalosporin (z.B. Cefuroximeaxetil 500 mg bid) gegeben werden (Tetracycline sind gegen S. aureus nur selten wirksam9). In der Regel wird auch ein Abstrich genommen, um das Empfindlichkeitsprofil des Erregers zu bestimmen, so dass im Fall von Resistenzen auf ein geeigneteres Antibiotikum umgestellt werden kann.9

Produkte

  • Minocyclin 100 mg qd
  • Doxycyclin 100 mg qd
  • Lymecyclin 300 mg qd
  • Flucloxacillin 500 mg tid
  • Cefuroximaxetil 500 mg bid

EGFRI-Therapie

Die Entscheidung über die Fortsetzung oder Unterbrechung der EGFRI-Therapie orientiert sich an den Empfehlungen in der aktuellen Fachinformation für den jeweiligen Wirkstoff sowie am Zustand des Patienten.4,5,6,7,8

Grad 3 - Schwerer

Allgemeine Empfehlung

Bei schwerem akneiformem Ausschlag kommt die für mittelschwere Verläufe empfohlene Behandlung in intensivierter Form zur Anwendung.

Behandlung

Bei schwerem Ausschlag mit besonders zahlreichen oder konfluierenden Pusteln und ausgedehnter Exsudation wird die doppelte Tetracyclin-Dosis verabreicht, bis die Ausprägung auf „mittelschwer“ zurückgegangen ist.

Bei ausgeprägtem Ödem eignen sich Kochsalzkompressen (Anwendungsdauer 15 Minuten, 2 bis 3 Kompressen dreimal täglich) sehr gut zur raschen Bekämpfung der Entzündung. Da die Kompressen die Haut stark austrocknen, sollten sie nur über einen begrenzten Zeitraum (z.B. wenige Tage) zum Einsatz kommen, und nach jeder Applikation sollte mehrmals Metronidazol-Creme aufgetragen werden.2

Bei Auftreten einer Superinfektion mit Staphylococcus aureus kann über 5 Tage zusätzlich ein penicillinaseresistentes Penicillin (z.B. Flucloxacillin 500 mg tid) oder Cephalosporin (z.B. Cefuroximeaxetil 500 mg bid) gegeben werden (Tetracycline sind gegen S. aureus nur selten wirksam9). In der Regel wird auch ein Abstrich genommen, um das Empfindlichkeitsprofil des Erregers zu bestimmen, so dass im Fall von Resistenzen auf ein geeigneteres Antibiotikum umgestellt werden kann.9

Obwohl sich orales Isotretinoin in der Behandlung von EGFRI-induziertem akneiformem Ausschlag als wirksam erwiesen hat10, wird die Anwendung aufgrund von Bedenken bezüglich möglicher Effekte auf die EGFRI-Aktivität und einer Überlappung der Nebenwirkungsprofile (Xerosis, Anfälligkeit für Superinfektion mit S. aureus, Paronychie, pyogenes Granulom), die eine schlechtere Verträglichkeit zur Folge haben könnte, nicht empfohlen.2

Produkte

  • Minocyclin 100 mg bid
  • Doxycyclin 100 mg bid
  • Lymecyclin 300 mg bid
  • Flucloxacillin 500 mg tid
  • Cefuroximaxetil 500 mg bid

EGFRI-Therapie

Die Entscheidung über die Fortsetzung oder Unterbrechung der EGFRI-Therapie orientiert sich an den Empfehlungen in der aktuellen Fachinformation für den jeweiligen Wirkstoff sowie am Zustand des Patienten.4,5,6,7,8

Literatur

1Tan EH & Chan A. Ann Pharmacother 2009; 43: 1658-1666.
2Segaert S. Targeted Oncol 2008; 3: 245-251.
3Lynch TJ, Jr. et al. Oncologist 2007; 12: 610-621.
4European Medicine Agency. Tarceva® (erlotinib) Summary of Product Characteristics 2009.
5European Medicine Agency. Iressa® (gefitinib) Summary of Product Characteristics 2009.
6European Medicine Agency. Erbitux® (cetuximab) Summary of Product Characteristics 2009.
7European Medicine Agency. Vectibix® (panitumumab) Summary of Product Characteristics 2009.
8European Medicine Agency. Tyverb® (lapatinib) Summary of Product Characteristics 2010.
9Segaert S et al. Eur J Cancer 2009; 45(Suppl 1): 295-308.
10Gutzmer R et al. Hautarzt 2006; 57: 509-513.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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