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Prophylaxealgorithmus

Dem medizinischen Fachpersonal kommt die Schlüsselaufgabe zu, den Patienten auf die EGFRI-Therapie vorzubereiten und seine diesbezüglichen Erwartungen zu lenken. Vor Beginn der EGFRI-Therapie kann ein prophylaktisches Regime besprochen werden, das zum Ziel hat, frühe pathogene Mechanismen nicht-entzündlicher Art beispielsweise durch Reduzierung von Stressoren zu beeinflussen und den Ausfall der EGFR-vermittelten Signaltransduktion in der Haut zu überwinden.1 Bei etwa 10% der Behandelten kommt es zu schweren Hautveränderungen, so dass diese Gruppe den größten Nutzen aus einer prophylaktischen Behandlung ziehen kann. Da die meisten Patienten vernünftig auf eine reaktive Therapie ansprechen, sollten prophylaktische Maßnahmen einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Bewertung unterzogen werden.

Die Rolle der prophylaktischen Hautbehandlung in dieser Situation ist noch Gegenstand der Untersuchung. Der Einsatz topischer Calcineurin-Inhibitoren (Pimecrolimus, Tacrolimus)2,3,4,5  wird nicht empfohlen, nachdem jüngere Studien mit Pimecrolimus eine mangelnde Wirksamkeit belegen.6 Die Rolle topischer Steroide wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Während eine kurzzeitige Anwendung von Nutzen sein kann, besteht bei längerfristiger Behandlung die Gefahr einer Verschlimmerung der Hautveränderungen.1,5,8,9,10 Die gegenwärtig vorliegende Evidenz5,6,10,11,12 und die aktuellen Empfehlungen2,7,8,9 zur prophylaktischen Hautbehandlung unter EGFRI-Therapie beinhalten.

De Folgende Maßnahmen sollten Patienten Angewiesen Werden:

Maßnahmen zur Förderung der Hauthydration7

  • Zum Waschen lauwarmes Wasser und Bade-/Duschöl verwenden.
  • Tägliche Anwendung von Emollentien, insbesondere an Händen, Füssen und Gliedmaßen.

Sonnenschutz2,7

  • Auf Sonnenbäder und Solariumgänge verzichten.
  • Bei Aufenthalt in der Sonne schützende Kleidung tragen, insbesondere eine Kopfbedeckung.
  • Sonnenschutzmittel mit LSF 20 oder höher und UVA/UVB-Schutz verwenden; vor dem Gang ins Freie und während des Aufenthalts in der Sonne alle 2-3 Stunden auf exponierte Hautbereiche auftragen.

Prophylaktische Antibiose

  • Minocyclin 100 mg qd,12 Tetracyclin 500 mg bid11 oder Doxycyclin 100 mg bid per os.10
  • Die Wirkung basiert auf den entzündungshemmenden und gewebeschützenden Eigenschaften der Tetracycline.13
  • Systemische Tetracycline können zusätzliche antineoplastische Wirkungen ausüben.14

Nagelpflege

  • Täglich antiseptische Bäder oder Cremes anwenden (z.B. Chloramine oder Povidon-Iod)
  • Nagelhaut nicht entfernen
  • Nägel gerade schneiden.

Literatur

1Lacouture ME. Nat Rev Cancer 2006; 6: 803-812.
2Peréz-Soler R et al. Oncologist 2005; 10: 345-356.
3Lopez-Ilasaca M et al. J Biol Chem 1998; 273: 9430-9434.
4Lacouture ME et al. J Support Oncol 2006; 4: 236-238.
5Tan EH & Chan A. Ann Pharmacother 2009; 43: 1658-1666.
6Scope A et al. J Am Acad Dermatol 2009; 61: 614-620.
7Segaert S. Targeted Oncol 2008; 3: 245-251.
8Segaert S & Van Cutsem E. Oncology (Williston Park) 2007; 21: 22-26.
9Segaert S & Van Cutsem E. Ann Oncol 2005; 16: 1425-1433.
10Mitchell EP et al. J Clin Oncol ASCO Annual Meeting Proceedings (Post-Meeting Edition) 2009; 27(18S); CRA4027.
11Jatoi A et al. Cancer 2008; 113: 847-853.
12Scope A et al. J Clin Oncol 2007; 25: 5390-5396.
13Sapadin AN & Fleischmajer R. J Am Acad Dermatol 2006; 54: 258-265.
14Onoda T et al. Int J Cancer 2006; 118: 1309-1315.

Seite zuletzt im Jahr 2009 aktualisiert.

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